Die totale Sonnenfinsternis vom 8.4.2024

Vom 1. bis 14.4.2024 begleitete ich gemeinsam mit meinem Kollegen Stefan Seip eine Studiosus Gruppe bei der Beobachtung der totalen Sonnenfinsternis in den USA. Von Dallas aus ging es über Austin und San Antonio nach Galveston am Golf vom Mexiko und weiter nach Houston ans Johnson Space Center der NASA. Die Sonnenfinsternis beobachteten wir in Fredericksburg bei schwierigen Bedingungen, konnten jedoch die Totalität in ihrer vollen Länge von 4 Minuten und 24 Sekunden zur Gänze erleben. Anbei ein paar Eindrücke von der Finsternis und Reise.

Kurze Schilderung der Beobachtung der Finsternis:

Am 8.4. erwartete uns der absolute Höhepunkt unserer Reise, die totale Sonnenfinsternis Nr. 30 aus dem Saroszyklus 139. Schon vorher hatten wir viel über die Finsternis von Stefan und Peter gehört, aber nun ging es daran die Finsternis auch tatsächlich zu beobachten und zu fotografieren. Wie sich schon seit einer Woche angekündigt hatte, war die Vorhersage für das Wetter am 8.4. eingetroffen und alles andere als optimal. Wir hatten daher beschlossen nicht wie ursprünglich geplant nach Kerrville zu fahren, sondern ins etwas weiter nördlich gelegene Fredericksburg. Bereits um etwa 7:00 Uhr Morgens fanden wir am Parkplatz des lokalen Walmart einen idealen Platz für die Beobachtung der Finsternis. Wir bauten unsere Kameras auf und sodann begann das ungewisse Warten, war der Himmel doch vorwiegend von Wolken bedeckt. Gerade rechtzeitig zum ersten Kontakt jedoch lichtete sich die Wolkendecke und der Eintritt des Mondes vor die Sonnenscheibe konnte von unserem Standpunkt aus gut beobachtet werden. Nun hieß es aber erneut über eine Stunde warten, bis die Totalität begann. Das Wetter aber verbesserte sich nicht, ganz im Gegenteil zogen niedrige Wolken auf und erlaubten kaum einen Blick auf die sich verdunkelnde Sonne. Es wurde immer spannender, als nur kurz vor der Totalität noch immer Wolken Sonne und Mond verdeckten. Fast wie durch ein Wunder lichtete sich zu Beginn der Totalität der Himmel fast vollständig und das Phänomen des Diamantrings erschien. Kurz danach leuchtet am Rand des Mondes noch einmal das Licht der Sonne durch die Mondtäler, die Perlenschnur war zu sehen. Während der Totalität von etwa 4 Minuten und 24 Sekunden wurde es richtig dunkel und zahlreiche Protuberanzen am Rand der Sonne waren im berühmten roten Licht der H-Alpha Linie des Wasserstoffs zu entdecken. Sogar die innere Corona der Sonne war zu sehen und auch Venus konnten wir mit freiem Auge erkennen. Kurz nach Ende der Totalität schloss der Himmel jedoch wieder seine Pforten und Wolken bedeckten Sonne und Mond bis zum Ende der partiellen Phase. Dies jedoch war nicht mehr tragisch, hatten wir doch das Highlight der Totalität perfekt erlebt und auf unsere Kameras gebannt. Eine unglaublich spannende und abwechslungsreiche Finsternis war für uns glücklich zu Ende gegangen.

Präsentationen der Vorträge:

Hier sind die Präsentationen zu finden, die während der Reise von mir gehalten wurden. Die Präsentationen können für private Zwecke jederzeit kostenfrei heruntergeladen und verwendet werden.